Sonntag, 05. Oktober 2008
Hab mir heute neue Freunde zugelegt, 6 Stück an der Zahl. Oder auch anders ausgedrückt, dass passiert wenn man den Wärtern im Zoo harte Euros zusteckt. :-)))
Habe Kätzchen gefüttert. Der erste Kollege hier ist Paulchen, ein vom Aussterben bedrohter Sumatra-Tiger. Süss oder??!?!?! Ich fand den echt knuffig. Durfte ich aber leider nicht füttern, dass hätte nur Sauerei gegeben, denn er bekommt nur Hackfleisch. Der Arme hatte als Junges eine Verletzung in der Speiseröhre, musste 10mal operiert werden und seit dem hat seine Speiseröhre nur noch 4cm Durchmesser. Damit fallen Fleischbrocken und Knochen flach, also auch ich. Aber ich weiß nicht ob er das weiß. Ist halt ein sogenanntes "Unknown unknown".

Hier bekommt er frisches Hackfleich von Linda, einer seiner Pflegerinnen. Sie meinte, die Zunge sei rau wie Sandpapier. Damit entfernen Tiger Haare und Haut von ihrer Beute, oder auch die Haut von der Hand ihrer Pflegerin. Sumatra-Tiger sind übrigens kleinere Vertreter ihrer Art. Paulchen wiegt nur 142kg und gestreckt ist er auch nicht so groß wie die sibirischen Genossen.
Hier füttere ich gerade Paulchens Mama. Sie ist übrigens schlank und wiegt nur 92kg. Achtung: Pferdefreunde weghören. Es gab Pferdchen in handlichen Stückchen. Und damit mich die Gute nicht mit dem Hüttehoh verwechselt hab ich ihr es an dem Stäbchen gereicht.

Dann gings zu Malik und Zulu. Die afrikanischen Halbbrüder sind auch geringfügig schwerer als die Tigermietzen. Jeder wiegt ungefähr 250kg.
Und sie wurden auch mit der Hand gefüttert.
Man beachte die exzellente Maniküre von Zulu, lang und schön scharf.

Und hier Malik in voller Größe. Ein klein wenig größer als ich.
Keine sorge die Löwen haben nicht nur die kleinen Stückchen von Fury am Stöckchen bekommen. Später gabs dann noch ganze Ziege damit die nicht vom Fleisch fallen.
Dann gings Geparden streicheln. Darf ich vorstellen Charlie und Delta. Südafrikanisch Brüder im viel zu kalten Wellington. Die waren schon eher wie Hauskatzen, nur etwas größer halt und schneller. Aber selbst die schnellsten Säugetiere konnten mir nicht entkommen.

Das hier ist Charlie. An dem Tag der umgänglichere der Beiden. Übrigens hier gut zu sehen, immer von hinter nähern und Bereiche wie Kopf, Bauch und Beine nicht anfassen. Inwieweit das jetzt auch für wilde Geparden gilt weiß ich nicht, nehme Erfahrungsberichte gern entgegen. :-))

Delta war etwas launisch. Lag bestimmt am Wetter. War aber auch ein ganz Süßer.

Ursprünglich gab es Geparden auf 5 Kontinenten. Heute gibt es nur noch 2 Arten. In Afrika und Vorderasien. Die Version Nordamerika hat sich zum dortigen Berglöwen entwickelt. Diese Tiere sind übrigens die umgänglichsten Großkatzen, deshalb wurden sie schon in der Antike als Zeichen der Ehrung an Könige verschenkt, die diese dann als Hof-/ Haustiere gehalten haben.

Mein Buddy Charlie und ich, sind wir nicht ein Herz und eine Seele!

Habe heute eine Menge gelernt. Zum Beispiel immer ein Holzstab mit Nägeln und Pferdefleisch dabei haben, damit macht man sich Tiger und Löwe zum Freund, und sich Geparden immer von hinten nähern.
Und ja verdammt, ich brauch so ein Kätzchen, was für Könige gut ist kann doch für mich nicht schlecht sein. ;-)
So damit genug Erinnerungsprostitution. An dieser Stelle viele Grüße an Melina und Alina. (Insider --> Alex, du weißt Bescheid)
Und nein, das sind nicht alle Bilder. Habe viel mehr!